Vorbericht Europäische Olympische Jugendspiele in Ungarn

erstellt am 23.07.2017

Kugelstoßerin Josefine Klisch startet für Deutschland

Am vergangenen Wochenende wurden in Györ in Ungarn die Europäischen Olympischen Jugendspiele eröffnet. Neben vielen Sportarten, wie z.B. Handball, Tennis oder Basketball, spielt auch die Leichtathletik eine große Rolle. Vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wurde die Ilsederin Josefine Klisch von der Leichtathletik-Gemeinschaft Peiner Land für das Kugelstoßen nominiert. Die 16-jährige startet am Mittwoch, den 26. Juli, das erste Mal im deutschen Nationaltrikot und stand vor ihrer Abreise dem zweiten Vorsitzenden der LG Peiner Land, Steffen Knoblauch, Rede und Antwort.

Ausgestattet von der Deutschen Nationalmannschaft tritt Josefine Klisch den Weg nach Ungarn an.

 

Hallo Josefine, am 26. Juli ist es nun endlich soweit und du darfst das erste Mal für Deutschland in den Kugelstoßring gehen. Wie fühlt sich das an?
Das ist definitiv ein schönes Gefühl und macht mich natürlich stolz. Ich freue mich schon riesig auf den Wettkampf und alles, was dort drum herum passiert.

 

Wann hast du von deiner Nominierung für die Deutsche Nationalmannschaft erfahren?
Nach der U18-Gala Ende Juni in Schweinfurt hat mich der Bundestrainer angesprochen, dass ich die einzige Athletin aus meinem Jahrgang in Deutschland bin, die die Qualifikationsnorm erfüllt hat und er mich daher dem DOSB zur Nominierung vorschlagen wird. Dann hat es noch ein paar Tage gedauert, bis es letztendlich offiziell war. Ich wurde dann auch gleich komplett ausgestattet mit Trainingsanzügen, Wettkampfkleidung, Taschen und so weiter.

 

Du hattest dich ja im Laufe der Saison beim Krafttraining verletzt. Konntest du das noch rechtzeitig auskurieren?
Das war in der Tat sehr ärgerlich, als mir die Hantelstange auf den Fuß gefallen ist. Davon merke ich nun aber nichts mehr. In der Vorbereitung auf den Wettkampf konnte ich wieder in die maximale Belastung gehen.

 

Magst du uns einmal berichten, wie die Vorbereitung auf so einen wichtigen Wettkampf abläuft?
Zusammen mit meinem Landestrainer Thorsten Frey habe ich ordentlich Kraft trainiert und die Technik optimiert. Dazu war ich Anfang Juli auch nochmal mit dem Bundeskader im Trainingslager. Zum Ende der Vorbereitung haben wir dann die Umfänge aber reduziert, sodass es nicht mehr richtig anstrengend war, der Körper aber auf Spannung bleibt. Insgesamt hat es sich alles sehr gut angefühlt und ich fühle mich fit.

 

Welche Ziele hast du dir persönlich für den Wettkampf in Györ gesetzt?
Ich möchte wenigstens einen Podestplatz erstoßen, also unter die besten drei Kugelstoßerinnen kommen. Noch schöner wäre es natürlich die Goldmedaille zu ergattern.

Hast du denn einen Glücksbringer oder etwas ähnliches, der dich in Ungarn unterstützt?
Nein, so etwas habe ich nicht. Allerdings habe ich mir angewöhnt immer gleich in den Ring zu gehen und die Kugel von der einen in die andere Hand zu werfen. Das gibt mir Sicherheit für den Stoß.

 

Wie geht es denn nun nach Ungarn und gibt es dort auch ein Olympisches Dorf?
Am 23. Juli fliege ich von Hannover nach Frankfurt und von dort aus mit der gesamten Deutschen Delegation nach Wien. Dann fahren wir zusammen mit Bussen nach Ungarn. Dort wohnen wir in der Uni, die nur wenige Minuten zu Fuß von den Wettkampfstätten entfernt ist.