Am vergangenen Sonntag war es wieder so weit: der traditionsreiche Eulepokal lockte trotz Kälteeinbruch immerhin noch rund 180 Teilnehmer in den Peiner Herzberg. Auf verschiedenen Strecken zwischen 860m und 4.900m kämpfen die Peiner Vereine um die „kleine“ und die „große“ Eule – je nachdem, ob die Vereine weniger oder mehr als 1.000 Mitglieder haben. Je nach Platzierung in der jeweiligen Altersklasse konnten die Läufer bis zu 9 Punkte für ihren Verein einsammeln.
Eulepokal 2026: Erneuter Triumph der Seriensieger in der Mannschaftswertung der Groß- und Kleinvereine
Der Starter über die 1.300m-Distanz
[Bild: Frauke Mecke]
Bei den Großvereinen ging der MTV Vechelde, der mit über 50 Läufern knapp ein Drittel der gemeldeten Teilnehmer aus dem Kreis Peine stellte, als Favorit auf die „große“ Eule in den Crosslauf. Mit über 100 Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Lengede konnte Vechelde wie erwartet zum mittlerweile fünften Mal in Folge den Pokal mit nach Hause nehmen. „Der Kampf der Vereine motiviert auch Athleten, die sich sonst eher im Kugelstoßring oder auf der Sprintstrecke wohlfühlen, beim Eulepokal anzutreten“, zieht Vecheldes Trainerin Frauke Mecke Bilanz.
Deutlich enger gestaltete sich das Rennen um die „kleine“ Eule. Mit einer vergleichbaren Anzahl von Meldungen sollte es spannend werden zwischen SV Anker 06 Gadenstedt und dem TSV Mehrum. Die Nase vorn hatte in der Endabrechnung zum vierten Mal in Folge Gadenstedt – zu viele der gemeldeten Läufer von Mehrum fielen am Veranstaltungstag wegen Krankheit aus.
Die größten Felder stellten die jüngsten Läuferinnen und Läufer in der Altersklasse acht und jünger mit 28 Mädchen und 12 Jungs. Maila Föller von TSV Arminia Vöhrum und Isabella Walkling vom TSV Mehrum gehörten gar erst dem Jahrgang 2021 an. Die Nase vorn auf der Strecke von ca. 860m hatte bei den Mädchen Josefine Hallmann von Anker Gadenstedt (4:27 min), bei den Jungs war Maximilian Faulhaber vom MTV Vechelde in 4:41 min als erster im Ziel. Die neun-jährigen Jungen und Mädchen waren mit Leander Horst von der LG Peiner Land in 4:11 min und Greta Hinzmann vom SV Lengede in 4:14 min schon deutlich zügiger unterwegs.
Die schnellste Zeit des Tages auf dieser Strecke lief Ferenc Seibt von Anker Gadenstedt in 3:52 min. Er holte damit Gold in der Altersklasse M10 und verbesserte sich um 9 Sekunden gegenüber dem Vorjahr. Das schnellste Mädchen über die kleine Runde war Lilly Jakob aus Vechelde in 4:07 min, die sich den Sieg in der W11 mit großem Abstand zur Zweitplatzierten sicherte.
Auf die nächstlängere Strecke von ca. 1.300m gingen die Jugendlichen von 12 bis 15 Jahren gemeinsam in einem Lauf. Hier lief der 14-jährige Lukas Mittmann von der LG Peiner Land die schnellste Zeit mit 4:34 min. Knapp hinter ihm kam Raffael Mecke vom MTV Vechelde ins Ziel und siegte bei der M13 in 4:36 min. Nur 10 Sekunden langsamer war Meckes Vereinskamerad Laurenz Wunderlich, der Platz eins bei den zwölfjährigen Jungen belegte. Die Mädchen hielten in diesem Lauf einigen Abstand von den Jungs. Die Nase vorn hatte Nola Kramer vom MTV Vechelde in 4:56 min in der W15, die damit als einziges Mädchen unter fünf Minuten blieb. Maite Böse, ebenfalls vom MTV Vechelde, stand in der W12 mit 5:07 min ganz oben auf dem Treppchen.
Frauen, Männer und Senior*Innen hatten die Wahl, eine oder zwei große Runden zu laufen. Über die einfache Distanz (rd. 2.450m), auf der auch die weibliche und männliche U18 und U20 unterwegs war, kam Jette Bode vom TSV Mehrum wie im Vorjahr als erste weibliche Läuferin über die Ziellinie. Die U18-Athletin blieb dabei in 11:20 min leicht unter ihrer Vorjahresleistung. Der schnellste Mann auf dieser Strecke kam mit Lukas Schendel ebenfalls vom TSV Mehrum. Er benötigte lediglich 9:07 min für die rd. 2,5 km.
Der schnellste Mann auf der doppelten Distanz war erneut Elias Geffert vom TSV Mehrum: er blieb in 21:28 min zwar über 2,5 Minuten unter seiner Vorjahreszeit, lief dafür aber mit seinem Bruder Samuel nach den rund 4.900m gemeinsam ins Ziel.
Auch die schnellste Frau über die längste Strecke des Wettkampfs kam vom TSV Mehrum. Lucie Lenz benötigte 23:50 min für ihren Sieg in der Wertungsklasse der Frauen zwischen 20 und 30 Jahren.

