15.07.2026 

Rekorde, Zeitdruck und Materialpech: LG-Trio erlebt Achterbahn der Gefühle

Mattes Ahrens läuft mit Bestzeit ins norddeutsche Finale

Licht und Schatten lagen für das Trio der Leichtathletikgemeinschaft (LG) Peiner Land am vergangenen Wochenende nah beieinander: Bei den Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften in Bremen überzeugten die Athleten am vergangenen Wochenende mit starken Zeiten und neuen persönlichen Rekorden, mussten aber auch kleinen Rückschlägen trotzen.

Neue persönliche Bestleistung für Mattes Ahrens! 

Allen voran erwischte Mattes Ahrens in der Männerklasse ein bemerkenswertes Wochenende. Bereits im Vorlauf über 100 Meter setzte er ein Ausrufezeichen, als er sich trotz spürbaren Gegenwindes in 10,99 Sekunden als Vorlaufsieger direkt für die nächste Runde qualifizierte. Im Zwischenlauf drehte Ahrens dann richtig auf: Begünstigt durch aufkommenden Rückenwind sprintete er in starken 10,70 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit und buchte souverän das Ticket für den Endlauf. „Ich wollte im Finale einfach die arrivierten Sprinter ein bisschen ärgern und Spaß haben.“, verriet der Peiner vor dem großen Showdown. Das Vorhaben gelang perfekt: In 10,75 Sekunden bestätigte er seine Top-Form und lief im Kreis der norddeutschen Elite auf den sechsten Platz. Nach einer von Verletzungen bisher geprägten Saison war Ahrens mit diesem Resultat mehr als glücklich. Am zweiten Wettkampftag knackte er über die 200-Meter-Distanz in 22,83 Sekunden zudem erstmals die Marke von 23 Sekunden. Vollends zufrieden war der ehrgeizige Sprinter damit allerdings nicht: „Im Vergleich zu meiner 100-Meter-Zeit müsste hier eigentlich viel mehr möglich sein.“, so der Edemissener. Insgesamt ist aber positiv zu bewerten, dass Ahrens den Wechsel aus der Jugend- in die Erwachsenenklasse damit erfolgreich vollzogen hat.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Neele Hagen in der weiblichen Jugend U18. Nach einer turbulenten Hinfahrt und einer extrem verkürzten Aufwärmphase – sie hatte im Zeitplan die Vorläufe übersehen – ging es für sie ohne große Vorbereitung direkt auf die Bahn. Doch der Stress schien zu beflügeln: Hagen sprintete im 100-Meter-Vorlauf in 12,68 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit und zog verdient in den Zwischenlauf ein. Dort bestätigte sie ihre starke Form in 12,69 Sekunden eindrucksvoll. Für den Einzug ins Finale reichte es am Ende zwar knapp nicht, dennoch war der Auftritt unter diesen Umständen ein voller Erfolg. Sowohl Hagen, als auch Ahrens fehlen damit nur noch wenige Zehntelsekunden zu den Kreisrekorden in ihren jeweiligen Altersklassen.

Weniger Glück hatte ihre Vereinskollegin Emma-Sophie Kehlenbeck, ebenfalls in der U18, im Stabhochsprung. Sie erwischte einen gebrauchten Tag und schied nach drei ungültigen Versuchen bei ihrer Anfangshöhe von 2,70 Metern aus. Grund dafür dürften Probleme mit ihren Stäben gewesen sein: „Wir haben kürzlich auf einen härteren und längeren Stab umgestellt, aber das noch nicht konsequent durchgezogen. Im Einspringen lief es eigentlich noch gut, daher ist es umso ärgerlicher.“, bilanzierte sie enttäuscht. Ausgerechnet bei ihrem vorerst letzten Wettkampf im Trikot der LG Peiner Land konnte sich Kehlenbeck damit nicht gebührend verabschieden, da sie im August zu einem zehnmonatigem Schulaufenthalt in die USA aufbricht.