Reintraut Rattay knackt Weltrekord der W70 über 4x800m

erstellt am 03.10.2013

Reintraut Rattay (Sttart-Nr. 179) war Teil der Weltrekord-Staffel über 4x800m. (Quelle: DerWesten)

 

Die Rekordjagd als Antriebsfeder: Vier reife Damen schafften beim 7. Essener Langstaffel-Abend über 4 x 800 m eine neue Weltbestzeit. 14:45,88 Minuten sind nun die globale Bestmarke in der Altersklasse W 70.


Manager und Coach Heinz Staubermann hatte den Weltrekord-Lauf über mehrere Monate geplant. Am Start: Hermi Staubermann (LA Spvgg. Herten) und Ursula Lammet (LT Recklinghausen), die von Günter Kefenbaum fit gemacht wurde. Ebenfalls dabei: Reintraut Rattay (LG Peiner Land) und Lydia Ritter (TuS Koblenz).

 

Die Voraussetzungen waren klar: Eine kanadische Staffel hatte unlängst erst den alten Weltrekord um gut eine Minute pulverisiert (15:41,25 Minuten). Dennoch war klar: In Normalform würde es für das deutsche Quartett reichen. Zumal die Bedingungen exzellent waren: Das Wetter passte, die Wettkampf-Anlage Am Hallo war hervorragend in Schuss - und die Zuschauer - vor allem die zahlreichen Mitglieder des Recklinghäuser Lauf-Treffs - gingen richtig mit. "Die Anlage ist ein echtes Schatzkästchen der Leichtathletik", so Heinz Staubermann.

 

Die ersten 800 Meter übernahm Lammet. Die Recklinghäuserin startete erstmalig für den Deutschen Leichtathletik-Verband, zudem das aller-erste Mal auf der Bahn. "Ulla ist sonst auf der Straße beheimatet", weiß Staubermann. Allerdings ging Lammet die ersten 200m zu schnell an. Mit letzter Kraft übergab sie den Stab an Hermi Staubermann, nach gut 3:49 Minuten. Staubermann - mit Rückenproblemen gestartet - ging auf Nummer sicher. Nicht volles Tempo, aber auch nicht zu langsam. Und brauchte rund 3:43 Minuten.

 

Zur Halbzeit lag die Staffel bereits gut zehn Sekunden unter dem alten Weltrekord. Als Dritte am Stab: Reintraut Rattay, die etwa 3:45 Minuten brauchte. Aber es kam noch die mehrfache Weltmeisterin Lydia Ritter. Die Koblenzerin brauchte lediglich rund 3:20 Minuten. Kaum im Ziel, knallten schon die Sektkorken. 14:45,88 Minuten - die deutsche Staffel verbesserte den Weltrekord um satte 55,37 Sekunden. Anschließend wurde der Weltrekord bei einem gemeinsamen Essen gefeiert.


Quelle: DerWesten, Michael Steyski, vom 01.10.2013 (zum Originalbericht)