Deutsche Hallen-Meisterschaften der Senioren in Erfurt am 03. März 2012.

erstellt am 05.03.2012

Drei Medaillen für Rattay, Rudert und Weber-Badili

Rachida Weber-Badili (Start-Nr. 410) lief über 3.000m zu Bronze

Am Wochenende fanden in der Leichtathletikhalle am Steigerwaldstadion in Erfurt die 11. Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften statt. Aus dem NLV-Kreis Peine waren die Bronzemedaillengewinnerin des vergangenen Jahres Reintraut Rattay, die Führende in der aktuellen DLV Hallenbestenliste über 3000m der W45 Rachida Weber-Badili und Stabhochspringer Jürgen Rudert (alle LG Peiner Land) am Start.

 

LG-Neuzugang Jürgen Rudert (im Vorjahr MTV Herrenhausen) ging grippegeschwächt am Nachmittag des ersten Wettkampftages an den Start des Stabhochsprunges. Bei einer gemeldeten Vorleistung von 3,00m aus dem Vorjahr taktierte der erfahrene Burgdorfer Athlet vorsichtig und stieg bereits bei 2,60m, für ihn ungewöhnlich früh, ein. Nach Fehlversuchen über 2,70m und 2,80m setzte Rudert alles auf eine Karte und versuchte sich leider vergeblich an 3,00m. Mit der übersprungenen Einstiegshöhe von 2,60m wurde Jürgen Rudert schließlich Dritter in der M60, der Sieger übersprang 3,00m.

 

Am Ende des langen ersten Wettkampftages standen gegen 19:00 die 3000m Läufe der Seniorinnen auf dem Programm. Im ersten Lauf der älteren Seniorinnen W55-W75 gingen 14 Langstrecklerinnen an den Start. Es waren 15 Runden a‘ 200m auf der kurvenüberhöhten Rundbahn zu absolvieren.


Reintraut Rattay (W65) ging das Rennen forsch an und versuchte an der stärkeren Gruppe der jüngeren Jahrgänge möglichst lang dranzubleiben. Am Ende musste die Jahnerin ihrem Anfangstempo Tribut zollen. Die Runden wurden langsamer, ihr Ziel, unter 15min zu bleiben schaffte die Vorjahresdritte aber dennoch und lief in 14:58,61min nur unwesentlich langsamer als im Vorjahr. Diesmal gab es Silber hinter Anita Schneider (TV Waldstraße Wiesbaden).

 

Im zweiten und letzten 3000m Lauf der jüngeren Seniorinnen W35-W50 stellten sich insgesamt 12 Läuferinnen zum Start auf den vier Tartanrundbahnen auf. Rachida Weber-Badili sah sich durch die aktuell zur Meisterschaft veröffentlichte Deutsche Hallenbestenliste, die sie über 3000m der W45 in 11:11,75min anführte, in die Favoritenrolle gedrängt. Das Rennen war taktisch bestimmt. Keine der zum Favoritenkreis zählenden Damen wollte für Tempo sorgen. Der erste Kilometer wurde in 3:43 min gelaufen, alle eng beisammen. Dann nach fünf Runden Tempoverschärfung durch die 800m Siegerin der W35 Melanie Klein-Arndt (ASC Rosellen/Neuss), die den zweiten Kilometer in 3:27min lief und das Feld auseinander riss. Rachida Weber-Badili musste, um das Rennen nicht weiter zu verschleppen, die Führungsarbeit in der Verfolgergruppe, in der sich alle ihre Konkurrentinnen der W45 befanden, übernehmen. Die zweite Tempoverschärfung 5 Runden vor Schluss führte zur Vorentscheidung, das gesamte Feld wurde gesprengt, Rachida Weber-Badili hatte nach ihrer langen Führungsarbeit nicht mehr die Kraft, die erneute Temposteigerung mitzugehen, war aber im Ziel froh über ihre erste Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft, auch wenn es am Ende „nur" Bronze war. Ihre Zeit von 11:25,17min war da eher nebensächlich. Für die Überraschung hatte die Siegerin der W45 Gabi Baltruschat (LG Bad Sooden/Sulzbach) gesorgt, die ihre bisherige Bestzeit mit 11:05,74min pulverisierte und damit Rachida Weber-Badili aus der Spitzenposition auf Rang zwei in der DLV-Rangliste verwies.

 

Drei Starter, drei Medaillen, die Bilanz der LG Athleten konnte sich in Erfurt sehen lassen.