Deutsche Block-Meisterschaften am 05./06. September in Lübeck

erstellt am 09.09.2015

Vetter und Winter sammeln Erfahrungen

Es gibt Wettkämpfe, da läuft es halt einfach nicht. Da hat man als Athlet erst kein Glück und dann kommt auch noch Pech hinzu. So oder so ähnlich ging es den beiden Athleten der LG Peiner Land am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften im Blockwettkampf in Lübeck. Elisabeth Vetter und Tim Winter hatten beide für den Blockwettkampf Lauf gemeldet. Bei den 14-jährigen Jungen und Mädchen hatten sie, gemäß ihrer Vorleistung, gute Chancen, sich unter den Top 8 zu platzieren.

Über die 80m Hürden gelang Elisabeth Vetter ein guter Wettkampfeinstieg.

 

Nach einer unruhigen Nacht ging Vetter am Samstag als erste an den Start. Nach langem Warten im Regen und kühlen Temperaturen, lief sie mit 13,09sek über die 80m Hürden ihre zweitschnellste jemals gelaufene Zeit. Damit lag sie voll im Soll. Bei der anschließenden Disziplin, dem Ballwurf, konnte sie sich im dritten Versuch auf eine neue Bestleistung steigern. In die Ergebnisliste gingen 35m ein. In Vorbereitung auf den 100m Sprint stellten sich dann die ersten Probleme ein. Aufgrund des kühlen Wetters und der unruhigen Nacht wollte die Muskulatur nicht mehr so richtig mitspielen. Der Wille des Durchhaltens war jedoch klar erkennbar. So stoppte die Uhr nach 13,64sek. Ebenfalls eine gute Zeit, die knapp über der Bestleistung liegt. „Nach dem Sprint waren die Schmerzen jedoch so groß, dass wir keine Verletzung riskieren wollten. Auch wenn es schade ist, aber die Gesundheit geht vor.", so Trainer Christian Engel. Damit beendete Vetter voller Traurigkeit ihre ersten Deutschen Meisterschaften nach drei Disziplinen.

Mit einem Wurf über 50m stellte Tim Winter im Ballwurf eine neue Bestweite auf.

 

Ein ähnliches Schicksal erlitt Trainingskollege Tim Winter. Der Oberger hatte bereits im Vorfeld mit Problemen im Oberschenkel zu kämpfen, die ihn seit den Landesmeisterschaften begleiteten. Den Saisonhöhepunkt, das wofür er trainiert und gekämpft hatte, wollte er sich jedoch nicht entgehen lassen. Somit stand auch für ihn als erste Disziplin der 80m Hürdenlauf auf dem Programm. Eingeordnet in der Riege der besten Athleten Deutschlands im Block Lauf lief Winter in 12,91sek ein solides Rennen. Auch ihm gelang es, mit dem 200g Ball eine neue Bestweite zu erzielen. Mit 50,50m im zweiten Versuch sammelte er fleißig Punkte. Beim anschließenden 100m Sprint offenbarte sich jedoch, dass die Probleme doch größer sind, als vermutet. Mit angezogener Handbremse trudelte Winter nach 13,09sek, und damit deutlich über seiner Bestleistung, ins Ziel. Auch wenn der Wille groß war, siegte innerhalb der nächsten Disziplin der Verstand. Mit einem verkürzten Anlauf und 4,41m beendete Winter nach zwei Sprüngen den Blockwettkampf. „Über 100m und im Weitsprung haben wir deutlich gesehen, dass Tim Schmerzen hat und nicht das leisten kann, wozu er eigentlich im Stande ist. Deswegen haben wir aus Vorsicht den Wettkampf abgebrochen.", so Trainer Steffen Knoblauch.

Auch wenn beide Athleten den Wettkampf abbrechen mussten, so konnten sie auf nationaler Ebene doch erste Erfahrungen sammeln. Damit sind sie für die nächsten Jahre gewappnet und blicken der Zukunft positiv entgegen. „Auch wenn es uns für Elisabeth und Tim Leid tut, beiden bleiben noch viele Chancen. Wenn sie so weiter engagiert trainieren und für den Sport leben, dann waren das definitiv nicht die letzten Deutschen Meisterschaften, an denen sie teilgenommen haben.", sind sich Engel und Knoblauch einig.

Trainer Steffen Knoblauch und Christian Engel mit den Aktiven Tim Winter und Elisabeth Vetter.