Stabhochsprung Classics am 29. August 2013 in Leverkusen

erstellt am 11.09.2013

Erst Rekord-Sprung, dann 15 Punkte im Sport-Abi: Stabhochspringer Robin Pieper überquert erstmals 5,10 Meter

Rangiert zur Zeit auf dem 7. Platz der aktuellen Deutschen Bestenliste in der Klasse U20

Das Beste hat sich Robin Pieper bis zum Schluss aufgehoben. In seinem Sommer-Saison-Finale flog das Stabhochsprung-Ass der LG Peiner Land erstmals über die Höhe von 5,10 Meter. Im erlesenen Feld der Stabhochsprung-Classics in Leverkusen wagte sich der 17-Jährige an einen neuen Stab - und belohnte sich mit Platz zwei.


Nicht einmal touchiert hat er die Latte im dritten Versuch. Noch im Fallen plumpste Robin Pieper ein Stein vom Herzen. „Ich war sehr erleichtert, vor allem weil ich in dieser Saison noch nicht über 5 Meter gesprungen bin. Jetzt habe ich dem Bundestrainer gezeigt, ich bin noch da", betont der Gymnasiast. Denn in diesem Sommer waren Piepers Leistungen zumindest im Wettkampf ein wenig stagniert. Er experimentierte viel mit härteren Stäben. Und nun scheint er endlich den richtigen gefunden zu haben. Mit seiner vierthärtesten Variante probierte er es in Leverkusen. Im Training hatte er dieses Sportgerät nur ein einziges Mal genutzt und es gleich wieder aus der Hand gelegt, weil er das Gefühl hatte, der Stab passt nicht. Diesmal passte es.


Die Einstiegshöhe von 4,60 Meter meisterte er im ersten Versuch, 4,80 Meter nahm er im zweiten Anlauf locker. 4,90 Meter - problemlos. Bei 5 Metern wackelte die Latte ganz leicht, aber wieder im ersten Anlauf geschafft. „Schon beim Einspringen habe ich gemerkt, dass ich total locker bin, sonst war häufig zu viel Biss dabei", analysiert Pieper. Bei 5 Metern stieg auch der derzeit beste Deutsche der Altersklasse U20 ein - Oleg Zernikel. „Das hat mich zusätzlich gepusht", unterstreicht Robin Pieper, der im dritten Versuch dann auch die 5,10 Meter knackte. Diese Höhe ist die Quali-Norm für die U 20-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in den USA.


Erst an 5,20 Meter scheiterte er und wurde Zweiter hinter Zernikel. „Fürs Selbstvertrauen war das super. Zuletzt war ich schon etwas gefrustet, weil es nicht vorangegangen ist", verrät Pieper. Das Ende dieser Woche wird der Leichtathlet ohnehin so schnell nicht vergessen. Gestern musste der Zwölftklässler zur Sport-Abitur-Prüfung antreten und heimste 15 Punkte in der Leichtathletik ein - mehr geht nicht. (cm)


Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung vom 31.8.2013